Wie war das Leben während der NS-Zeit? Was geschah mit den Menschen, die verfolgt wurden? Und warum ist es heute noch wichtig, sich mit dieser Zeit zu beschäftigen? Mit diesen Fragen setzten sich die Schülerinnen und Schüler der Klassen 9a, 9b und 9c intensiv auseinander.
Gemeinsam verwandelten sie die Aula der Goethe-Realschule plus Koblenz in einen besonderen Ausstellungsraum. In Gruppen recherchierten die Jugendlichen verschiedene Themen und gestalteten dazu eigene Beiträge. Dabei ging es zum Beispiel um die Machtübernahme Adolf Hitlers, die Ideologie der NSDAP, die Verfolgung der Jüdinnen und Juden, die Reichspogromnacht und das Leben junger Menschen während der NS-Zeit. Auch der Widerstand gegen das NS-Regime, das Schicksal der Sinti und Roma sowie die Gedenkstätte Hadamar wurden behandelt.
Während der Vorbereitung entdeckten die Schülerinnen und Schüler viele neue Informationen. Youssef erzählt: „Ich habe dabei viel gelernt, auch Dinge, die wir vorher noch nicht im Unterricht hatten.
Die Ergebnisse wurden nicht nur auf Plakaten und in Präsentationen gezeigt. Mit interaktiven Angeboten und VR-Brillen konnten die Besucherinnen und Besucher Geschichte auf eine ganz neue Weise kennenlernen. So entstand eine Ausstellung, bei der es viel zu entdecken, zu erfahren und zu besprechen gab.
Für die Jugendlichen war das Projekt mehr als eine gewöhnliche Unterrichtsaufgabe. „Bei einer Ausstellung mitzumachen war ein gutes Gefühl, da es meine erste Ausstellung war und gleichzeitig ein besonderes und emotionales Thema ist“, berichtet Jeremy. Sahil blickt ebenfalls positiv auf die gemeinsame Arbeit zurück: „Insgesamt war das Projekt für mich lehrreich und eine gute Erfahrung.“
Auch die Zusammenarbeit spielte eine wichtige Rolle. Die Jugendlichen teilten die Aufgaben untereinander auf, sammelten Ideen und unterstützten sich bei der Gestaltung. Shoib fasst die Stimmung so zusammen: „Insgesamt verlief die Ausstellung ganz gut und den Schülern hat es sehr Spaß gemacht.“
Besonders schön war, dass auch Schülerinnen und Schüler aus anderen Jahrgangsstufen die Ausstellung besuchten. Malek freut sich darüber: „Das Schöne daran ist, dass drei Stufen jetzt ein erweitertes Wissen über die NS-Zeit haben.“
Die Ausstellung machte deutlich, dass Geschichte nicht nur aus Jahreszahlen und Texten im Schulbuch besteht. Hinter den Ereignissen stehen Menschen und ihre persönlichen Schicksale. Samuel beschreibt die wichtigste Botschaft des Projekts: „Sie hat gezeigt, wie wichtig es ist, aus der Vergangenheit zu lernen, damit so etwas nicht wieder passiert.“ Auch Bastian betont: „Die Ausstellung machte deutlich, wie wichtig es ist, die Geschichte der NS-Zeit nicht zu vergessen.“
Mit viel Einsatz, Kreativität und Teamarbeit haben die Schülerinnen und Schüler ein schwieriges Thema verständlich und anschaulich dargestellt. Dabei konnten sie nicht nur ihr Wissen erweitern, sondern auch zeigen, wie wichtig Erinnern, Nachdenken und gemeinsames Lernen sind. Besonders stolz sind die Klassen darauf, dass die Ausstellung auch an verschiedenen öffentlichen Orten in der Stadt Koblenz nachgefragt wird und so auch einer breiten Öffentlichkeit zugänglich wird.
Hier geht’s zum Video: https://youtube.com/shorts/oznq8DmgQP0